Bildungsangebote

Das Netzwerk Antidiskriminierung e.V. hat in den letzten Jahren, auch in Kooperation mit dem Bereich Praxisentwicklung des Fachdienst Jugend, Bildung, Migration der BruderhausDiakonie ein vielfältiges Fortbildungsangebot entwickelt.

Es umfasst

  • kurze Workshops
  • ein- oder mehrtägige Fortbildungen
  • berufsbegleitenden Weiterbildungen,
  • Organisationsberatung, Moderation,
  • Coaching und Supervision.

Wir arbeiten dabei sowohl mit offen ausgeschriebenen Angeboten als auch sehr gerne inhouse.

Im Folgenden beschreiben wir eine Auswahl der Themen mit denen wir auf kommunaler Ebene erfolgreich gearbeitet haben.

  • „Antidiskriminierungsarbeit kommunal verankern“

Aufbauend auf die Erfahrungen des Netzwerks Antidiskriminierung wird in dem Workshop die Frage bearbeitet, wie Diskriminierung in der Kommune zum Thema gemacht wird. Dabei sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich, z.B.:

  • Verankerung des Themas Antidiskriminierung in der Kommune
  • kommunale Rahmenbedingungen für Antidiskriminierungsberatung
  • Netzwerkarbeit im Bereich Antidiskriminierung
  • Lokale Empowerment- und Qualifizierungsangebote

 

  • „Pädagogischer Umgang mit Diskriminierungs­erfahrungen“

Diskriminierung ist eine alltägliche Erfahrung für viele Jugendliche. Gleichzeitig gibt es kaum Räume, in denen sie das Erlebte zur Sprache bringen können. In dem Workshop berichten wir über unsere Projekterfahrungen zum pädagogischen Umgang mit Diskriminierungs-erfahrungen. Wir zeigen nicht nur was wir tun und warum wir es tun, sondern auch woran wir gescheitert sind – Fragen und Hürden, die sich bei der pädagogischen Bearbeitung von Diskriminierung ergeben.

  • „Antidiskriminierungsberatung“

Das Grundlagenmodul ist als Fortbildung für Berater_innen verschiedener Einrichtungen konzipiert. Ziel ist, sich Kompetenzen für eine Erst- und Verweisberatung im Zusammenhang mit Diskriminierungsfällen anzueignen, die im eigenen Beratungsfeld auftauchen, dort aber nicht ausführlich beraten/begleitet werden können. Themen: Was ist Diskriminierung? Was bedeutet Antidiskriminierungsberatung? Wie sieht ein rechtliches Verständnis von Diskriminierung aus (inklusive AGG-Grundlagen), wie sieht ein beraterisches Verständnis aus? Welche Rolle spielen die eigene Erfahrungen mit dem Thema,  und die eigene Verwicklung und der Umgang mit bestehenden Machtverhältnissen? Was brauche ich für eine kompetente Erst- oder Verweisberatung?

  • „Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!“

In der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten begegnen sich Welten. Was oft gerade den Reiz an dieser Arbeit ausmacht, kann immer wieder auch belastend sein – für beide Seiten. Ist eine Begegnung auf Augenhöhe möglich, wenn die Lebenssituation kaum unterschiedlicher sein kann? Wenn die eine Seite Hilfe anbieten kann und die andere Seite darauf angewiesen ist? Können unsere Angebote oder Ratschläge auch abgelehnt werden?

In dem Workshop wollen wir den Raum öffnen, die eigene Position in der Begegnung, sowie die eigenen Bilder über „die Anderen“ zu reflektieren. Damit wollen wir zum einen einen Beitrag leisten, Enttäuschungen und Überlastungen vorzubeugen. Zum anderen soll der Workshop auch helfen, uns gegenseitig zu stärken, unsere Arbeit nach außen zu vertreten. Denn wie sich die Stimmung gegenüber Geflüchteten in der Stadt entwickeln wird, wird auch davon abhängen, wie die, die nahe mit den Geflüchteten im Kontakt sind, ihre Erfahrungen weitergeben. Wir haben dazu einen kurzen Erklärvideo erarbeitet, der in dem Workshop eingesetzt wird (www.rassisuskritik-bw.de/erklaervideo)

  • Diskriminierung von Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt

Frauen, die ein Kopftuch tragen, erleben große Barrieren beim Zugang auf dem Arbeitsmarkt. Anhand dieses Themas kann exemplarisch aufgezeigt werden, wie Diskriminierung wirksam wird, ohne dass jemand bewusst ausgrenzen will.

Wir haben zu diesem Thema kurze Videos produziert, mit denen wir in Fortbildungen arbeiten. Dort kommen sowohl betroffene Frauen zu Wort, als auch Personalverantwortliche und Arbeitsvermittler_innen.

Ein möglicher Fokus der Veranstaltung kann auch sein, wie eine angemessene fachliche Begleitung der Frauen aussehen kann.

  • „Barrierefreie Homepage“

Der Workshop gibt eine Einführung in die Anforderungen von barrierefreien Internetauftritten. Eigene Auftritte können im Workshop untersucht werden. Dazu ist ein freier Internetzugang notwendig.

  • „Leichte Sprache“

Leichte Sprache wird immer wichtiger für Institutionen der öffentlichen Verwaltung, für Bildungseinrichtungen aber auch in der Sozialen Arbeit. Leichte und verständliche Texte und Beratung ermöglichen ein Mehr an Verständigung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Das Fortbildungsangebot hilft, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und unterstützt mit einfachen Regeln und kleinen Übungen den Transfer in die Praxis.  

Stand: Januar 2016

Der Beitrag steht auch als Download zur Verfügung.Bildungsangebote des Netzwerks Antidiskriminierung e.V._für Kommunen